Walter Beteiligungsgesellschaft

Vorsicht, Fettnäpfchen!

Gestern Beijing, heute Brüssel, morgen Beirut – internationale Geschäftstermine verlangen nach interkulturellen Kompetenzen.

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Shi Fu // Interkulturelles Fingerspitzengefühl ist auch in der nonverbalen Kommunikation gefragt. Seine chinesischen Kunden kennen den deutschen Werkzeug- und Formenbauer Siebenwurst nur unter dem Namen Shi Fu. Übersetzt heißt das: sieben Mal Glück. Zur Namensänderung hatte damals eine chinesische Dolmetscherin geraten. Denn: Der chinesische Kunde wünscht sich etwas Positives, erklärt Christian Walter, Geschäftsführer Servicegesellschaften und Leitung Internationaler Vertrieb. Walter unterstreicht, dass er den Namensaspekt aber nicht überbewerten würde. Letztendlich entscheide über den Erfolg oder Misserfolg im Auslandsgeschäft immer noch, „ob Sie dem Kunden ein gutes Produkt und Qualität anbieten können“. Firmen, die ein Geschäft im Ausland aufbauen wollen, rät Walter, sich mindestens ein Jahr oder länger auf die Kultur des Zielmarktes, die wirtschaftlichen Rahmenbedingen und andere Kundeneinstellungen vorzubereiten. Chinesen geben zum Beispiel kaum Geld für Know-how und Consulting aus. In Europa ist dies aber gern willkommen.

Quelle: Markt und Mittelstand, Ausgabe 10/Oktober 2017